Eisbär Knut: Alice Schwarzer, übernehmen Sie!

Posted on 19. Oktober 2010

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© Zoo Hannover

Nun ist die Vorkämpferin des Feminismus ja derzeit schwer beschäftigt, muss sie doch nicht nur die Frauen im Allgemeinen, sondern auch Rundfunkmoderatorinnen im Besonderen vor den bösen Männern retten, und deswegen klingt es zunächst vermessen, aber vielleicht findet unsere wackere Alice Schwarzer ja doch noch Zeit, einem armen geknechteten Wesen zu helfen: dieses Mal ist es aber ein Mann, der von gleich 3 bösen Frauen auf das Heftigste attackiert und drangsaliert wird: Knut, der nicht mehr ganz so allerliebste, dafür aber durchaus ansehnliche Eisbär!

Erst hatte man ja die Hoffnung, dass Knut seine grosse Liebe gefunden habe: ein gestandenes bayerisches Mädel namens Gianna (wahrscheinlich schon ein wenig heissblütige Italienerin!) erfreute sein grosses Bärenherz, doch er musste sie zurück ins Bajuwarische ziehen lassen.

Und nun hockt er zusammen mit den 3 Verflossenen seines Papas Lars (der nach Wuppertal verzogen ist) auf dem Grossen Bärenfelsen und wird geärgert, gebissen und eingeschüchtert. Ist das fair? Nein! Alice, erbarmen Sie sich des armen Kerls! Free Lars, oder so! Sie haben doch allerbeste Kontakte zu der Zeitschrift mit den vielen grossen Buchstaben, da geht doch was für Lars, oder?

Vielleicht könnte er ja nach Hannover umziehen, denn trotz des schrillen Protestes von selbsternannten Eisbärschützern (die mehr propagandistische Fähigkeiten statt Fachwissen hatten) und neidischen Giftpfeilen aus anderen Zoos ist die Yukon-Bay nicht nur ein gigantischer Zuschauermagnet, sondern wohl auch für die 3 weissen „Bärenbengels“ Sprinter, Nanuq und Arktos ein ziemlich netter Ort. Eigentlich sind sie auf 2 getrennten Anlagen untergebracht, aber inzwischen haben sich die Bären augenscheinlich angefreundet, und es besteht reger Spielkameradentausch tief in der hannoverschen Wildnis.

Da wäre es doch nett für den armen Knut, wenn er in die dortige Männer-WG einziehen könnte – eine solche umzäunte Wohnlandschaft für Jungs wäre doch auch aus feministischer Sicht völlig unverdächtig und für die „Retterin des geknechteten Pantoffelbärs“ Alice Schwarzer höchst schlagzeilenträchtig.

Übrigens kann ich jedem einen Besuch des hannoverschen Zoos nur wärmstens empfehlen.

Photo: Zoo Hannover, der hoffentlich nichts gegen ein bisschen zusätzliche Werbung einzuwenden hat…