Neues Logo für die Orthopädie-Schuhtechnik in Nordrhein-Westfalen – da sind erhebliche zusätzliche Kosten für die Betriebe zu erwarten….

Posted on 5. Januar 2011

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© ZVOS

Also, ich bin ja der Meinung, dass das Logo der Orthopädieschuhtechnik einen hohen Wiedererkennungswert hat und für die Betriebe eine nicht zu unterschätzende Werbewirkung entfaltet. Ich jedenfalls nehme die Aussenreklamen mit dem grünen Kreuz und dem Fuss immer sehr deutlich wahr, wenn ich an OST-Betrieben vorbeigehe. Und gerade an dem Logo zeigt sich, dass manche wohl eher auf persönlichen Animositäten beruhende Streitigkeiten zu fatalen Folgen führen kann – über die am Anfang des Streits niemand so recht nachgedacht hat:

So bin ich bei der Durchsicht der Orthopädie-Schuhtechnik 01/2011 auf Seite 42 auf einen Bericht gestossen, dem ich entnehmen konnte, dass der Landesinnungsverband Nordrhein-Westfalen – ich werde es aufgrund des höflich, sachlich und netten Hinweises eines Vorstandsmitglied dieser Vereinigung nie mehr vergessen, dass es sich nicht um eine Landesinnung handelt – also, dass der Landesinnungsverband Nordrhein-Westfalen nun ein neues Logo erstellt hat und dessen Einsatz propagiert. Aber warum das denn, wieso muss das eingeführte Logo in NRW aus dem Verkehr gezogen werden.

Ach ja, Ende 2012 läuft die Übergangsfrist aus, die dem LIV NRW zugestanden wurde, als dieser sich aufgrund nach meiner Ansicht mehr als vorgeschobenen Gründen aus dem Zentralverband für Orthopädieschuhtechnik verabschiedet hat. Und nun beklagt sich der dortige Landesinnungsmeister bitterlich, dass die Betriebe in Nordrhein-Westfalen, die nun auch nicht mehr über ihren Landesinnungsverband Mitglied im Zentralverband für Orthopädieschuhtechnik sind, das Logo nicht mehr verwenden dürfen.

Und damit muss die Gestaltung der Unternehmen geändert und das bisher genutzte Logo komplett entfernt werden, und dies gilt bei den meisten OST-Betrieben natürlich nicht nur für Briefbögen und Werbematerialien, sondern auch für die Aussengestaltung ihrer Geschäftslokale.

Und da stellen sich zwingend einige interessante Fragen für mich:

  • Was kostet eigentlich die Erstellung und der Schutz sowie die Markeinführung eines solchen Logos den Landesinnungsverband – und damit seine Mitglieder – zusätzlich?
  • Welche Kosten kommen jetzt eigentlich auf jeden einzelnen Betrieb in Nordrhein-Westfalen zu, der ja jetzt seinen gesamten Firmenauftritt ändern muss?
  • Nützt es eigentlich dem Handwerk insgesamt, wenn die Spaltung jetzt auch noch nach aussen hin dokumentiert wird durch die Verwendung unterschiedlicher Logos?

Über die erste und die letzte Frage sollen sich ruhig diejenigen Gedanken machen, die diese Spaltung des Gesundheitshandwerks Orthopädieschuhtechnik „fröhlich“ betrieben haben und bis zum heutigen Tage betreiben. Aber die Frage der Kosten für die Betriebe, die teilweise ja sowieso schon unter zunehmendem Kostendruck bei fallenden Preisen (auch hier unter tätiger Mithilfe des LIV NRW, der ja über die AGOS NRW den OT1-Vertrag und den Vertrag mit der GWQ abgeschlossen hat) leiden, ist schon etwas, das einer kritischen Erörterung bedarf.

Und deswegen stellt sich für mich natürlich auch noch die Frage, ob es für die betroffenen Betriebe nicht doch eine Möglichkeit gibt, diese erheblichen Kosten zu minimieren – und tatsächlich, die gibt es: die Mitgliedschaft in der IGOS NRW, denn diese Interessengemeinschaft von Orthopädieschuhtechnikern in Nordrhein-Westfalen ist Mitglied im Zentralverband für Orthopädieschuhtechnik, und damit dürfen die dortigen Mitglieder natürlich über den 31.12.2012 hinaus das eingeführte und allseits bekannte Logo verwenden.

Die betroffenen Betriebe mögen die Kosten für eine Mitgliedschaft in der IGOS NRW und für eine komplette Umgestaltung ihres Betriebes gegeneinander stellen, und dabei bedenken, dass es keinen Grund für für sie gibt, nicht Mitglied in beiden Organisationen zu sein.

Kontakte zur IGOS NRW kann man leicht aufnehmen: info@g-ost.de

Photo: www.pixelio.de