Der erste Wettkampf ist immer der schwerste!

Posted on 27. Juni 2011

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© Stefan Scherer

Nun ist es also so weit: auch mich erwischen die ersten Abnabelungsschmerzen.

Man mag uns ja für überbehütende Eltern halten, aber bisher zeigte unser inzwischen sechsjähriger Sohn Maximilian keinerlei Interesse an Fremdübernachtungen; und so war die Kindergartenübernachtung vom letzten Freitag auf Samstag also das erste Mal, dass „Maxi“ über Nacht nicht bei uns war – und, ich gebe es zu, es ist mir schwer gefallen, nicht zum Kindergarten zu fahren und unter dem Fenster zu übernachten.

Aber auch das haben wir – und natürlich unser Sohn – überstanden…

© Stefan Scherer

Doch die wichtigen Schritte für ihn gingen weiter: am Samstag hatte er den ersten richtigen Wettkampf in der Leichtathletik. Ansonsten waren es ja „nur“ Fussballspiele, bei denen man sich ein bisschen in der Mannschaft verstecken kann. Doch nun wurde es ernst: zusammen mit seiner Leichtathletikgruppe – und vor allen Dingen mit seinem besten Freund – ging es nach Brunkensen, und dort stand der erste Dreikampf an: Laufen, Springen, Werfen.

© Stefan Scherer

Bei der ersten Disziplin, dem Weitwurf, waren die beiden Helden noch ein wenig verunsichert, und so nutzten sie nicht ihr ganzes Potential (wie ein professioneller Kommentator es wohl ausdrücken würde) – machen wir es kurz, sie warfen einfach aus dem Stand ohne Anlauf… immerhin waren es bei Max dann noch 10,0 Meter – und die Steigerungsmöglichkeiten sind erheblich.

© Stefan Scherer

Danach folgte das Weitspringen, und da lief Maxi zu grosser Form auf; gleich im ersten Sprung waren es 2,43 Meter und damit eine Weite, die eher in der nächsthöheren Altersklasse erzielt wird. Respekt!

Zum Schluss stand der Lauf an, den er mit 10.9 Sekunden über 50 Meter abschloss. Auch keine so schlechte Leistung, wobei man gerade hier beim „Sprint“ immer bedenken muss, dass der Kleine noch nicht richtig startet und auch noch mächtig Bammel vor der Startklappe hatte.

© Stefan Scherer

Aber dann ging es doch kräftig in Richtung Ziel, und kurz vor dem Ende – gleichauf mit seinem Nachbarn – brach sogar so etwas wie Ehrgeiz aus: Maxi reckte sich mächtig ins Ziel, um mit einer Zehntelsekunde Vorsprung den Lauf zu gewinnen! Aber vielleicht war es auch nur die Aussicht, nun alle 3 Disziplinen hinter sich – und das versprochene Eis vor sich zu haben. „Man weiss es ja nicht!“ würde er wohl selbst sagen…

© Stefan Scherer

Berücksichtige ich die Gesamtumstände, dann bin ich mehr als zufrieden mit meinem Sohn: er hat ein mutiges Wochenende hingelegt, bei seinem ersten eigenen Wettkampf einen tollen 2. Platz in seiner Altersgruppe hingelegt – und ich habe es auch überlebt, ihn eine Nacht nicht in der Nähe von meiner Frau oder mir zu wissen.

Aber trotzdem muss er nicht so bald wieder woanders übernachten – er ist doch noch soooo klein…..

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