Hannover 96 gegen Hertha BSC Berlin: Was kostet eigentlich ein solcher Schiedsrichter wie Robert Hartmann?

Posted on 22. August 2011

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© Bild.de

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Nein, damit meine ich nicht, dass Hertha BSC Berlin eine grössere Geldsumme an den erst im der Winterpause 2010/2011 für die Bundesliga nachnominierten DfB-Schiedsrichter Robert Hartmann überwiesen haben könnte. Wobei es schon beeindruckend ist, wie ein Schiedsrichter und seine Helferlein an der Linie es ohne Anreiz fertigbringen können, ein gesamtes Bundesliga-Spiel lang falsch und einseitig gegen eine der beiden Mannschaften zu pfeifen…

Ich dachte eigentlich an das viele Geld und die viele Mühe, die in die Aus- und Weiterbildung der Schiedsrichter gesteckt wird – und an die nicht unerheblichen „Aufwandsentschädigungen“, die Spieltag für Spieltag gezahlt werden – und dies oftmals völlig vergebens, denn die „Leistung“ der Schiedsrichter erreicht trotzdem unterirdische und einer Profiliga nicht angemessene Tiefen – so eben leider gestern abend.

Nun war das sicher nicht das beste Spiel der „Roten Riesen“ in dieser Saison – dies wird wohl das Heimspiel gegen Sevilla auch für den Rest der Spielzeit bleiben – aber es war trotz der ungewohnten Doppelbelastung sehr kontrolliert und durchaus überlegen geführt – und hätte Hannover 96 als 2:1-Sieger verdient gehabt. Dies räumten selbst Trainer und Spieler aus Berlin ein, die den Punktgewinn als „glücklich“ bezeichneten.

Aber es wäre selbst ohne das Spiel gegen die Spanier am Donnerstag schwer gewesen, gegen motivierte Herthaner und ein komplettes Schiedsrichtergespann zu spielen. Dieses Spiel war ja regelrecht angefüllt mit falschen Schiedsrichterentscheidungen, und diese gipfelte dann in der Aberkennung eines völlig regulären Tors für die Roten in der 89. Minute. Selbst der Reporter von „Sky“, der sich den ganzen Abend nicht der Parteinahme für 96 verdächtig gemacht hat, betonte mehr als einmal, dass es keinerlei Zweifel daran geben könne, dass dieses Tor regulär erzielt worden ist.

Und so sahen alle im Stadion und an den Fernsehern ein reguläres Tor – nur Pfeife Hartmann (bei dem das eher nicht von pfiffig kommt…) und sein Fahnenschwenker an der Linie nicht – die sich dann hinterher herausredeten zunächst mit Abseits – völlig lächerlich – und dann auf angeblichem Foul durch Ya Konan – eigentlich noch lächerlicher.

Um hier gleich Allen, die mich einer gewissen Parteilichkeit bezichtigen wollen, den Wind aus den Segeln zu nehmen, hier die Einschätzung des Kickers zum Schiedsrichter:

Kicker Bewertung: Note 6. „Pfiff das Führungstor durch Pander ab ohne ersichtlichen Grund (89.), wirkte schon davor wenig souverän, so dass erst viel Hektik im Spiel aufkam, sehr unsicherer Auftritt.“

Nun sind die Berliner durchaus eine Mannschaft, den ich aus persönlichen Gründen den einen Punkt noch eher gönne als der einen oder anderen sonstigen Mannschaft in der Bundesliga. Aber diese krasse Fehlleistung des Schiedsrichters – die letzte in einer langen Reihe – ist deswegen so bitter, weil

  • damit die erste Tabellenführung seit gefühlten 10 Jahren für Hannover 96 futsch ist und
  • eine solche Tabellenführung noch zusätzliche Motivation für das Rücksiel gegen Sevilla gewesen wäre.

So habe ich die nicht nur leise Befürchtung, dass das eine ganz bittere Woche für die „Roten Riesen“ und damit auch für mich werden könnte. Na, warten wir mal ab, wie es dann am nächsten Montag ausgegangen ist. Bis dahin, aber nicht nur bis dahin gilt:

„Auf, Ihr Roten, Kämpfen und Siegen!“

(und sich nicht unterkriegen lassen von den unsäglichen Zauberlehrlingen in den geben Kitteln!)

Photo und Bericht: www.bild.de

Ergänzung: Übrigens scheinen auch andere Kollegen – jedenfalls einer – ähnlich geschockt von der Schiedsrichterleistung gewesen zu sein: allerdings hatte er noch andere Erlebnisse in und um das Bundesligaspiel – und diese sind es wert, gelesen zu werden:

Fachanwalt für IT-Recht: Ausrangierte Dienstfahrzeuge als Werbefläche für Anwälte – geniale Idee oder schrullige Kampagne?

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