Gesundheitswesen: Nicht jeder muss gleich pünktlich zahlen…

Posted on 21. November 2011

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© GO GmbH

In seinem neuesten Rundschreiben setzt sich Bernd Rosin-Lampertius, der Geschäftsführer der GO GmbH, mit der Frage auseinander, wie unterschiedlich doch die Zahlungsziele im Gesundheitswesen sind. Aber lesen und staunen Sie selbst – und nicht nur, wenn Sie Leistungserbringer im Gesundheitswesen sind:

Ungleichbehandlung oder Zahlungsziele

Haben Sie schon mal die Zahlung Ihrer Sozialversicherungsbeiträge um einen Tag überzogen? Oder wurde schon einmal die Zahlung auf dem Konto der Krankenkasse geringfügig später gutgeschrieben als erwartet?

Dann wissen Sie auch, dass Sie nicht so schnell gucken können, wie Sie in der Regel eine gebührenpflichtige Mahnung auf dem Tisch haben.

Was ist aber, wenn das Geld der Krankenkasse für Ihre erbrachten Leistungen nicht innerhalb des vereinbarten Zahlungszieles auf Ihrem Konto ist?

Dann haben Sie erst mal schlechte Karten, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie folgende oder ähnliche Formulierung in Ihrem Kassenvertrag:

„Bei Zahlung durch Überweisung gilt die Frist als gewahrt, wenn der Auftrag innerhalb dieser Zeit dem Geldinstitut erteilt wurde.“

Wir fassen mal zusammen: Bei Ihren Sozialversicherungsbeiträgen müssen diese punktgenau auf dem Konto der Kasse sein, sonst bekommen Sie Ärger. Das Geld der Kasse für Ihre Leistung muss dagegen nicht fristgemäß auf Ihrem Konto sein. Es reicht, wenn die Kasse die Bank dazu angewiesen hat. Da weisen Sie erst mal nach, dass die Kasse das nicht getan hat.

Auch wenn es hier nicht um große Summen geht, geht es ums Prinzip. Es geht um das gleiche Recht für alle, denn wer fordert muss auch mit gutem Beispiel vorangehen. Zumal der Ursprung dieser Regelung in einer Zeit liegt, in der die Überweisungsträger tatsächlich noch bei der Bank abgegeben wurden. Es handelt sich also um einen Anachronismus, der schnellstmöglich abgeschafft gehört.

Bernd Rosin-Lampertius
Geschäftsführer GO GmbH 

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