Diamant der Alpen

Posted on 9. April 2012

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Diamant der Alpen © Stefan Scherer

© Stefan Scherer

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„Diamant der Alpen“, so nennen sich die Skigebiete Obergurgl-Hochgurgl im Ötztal in Tirol, welche vor einiger Zeit durch eine Querbahn miteinander verbunden worden sind und in den letzten Jahren massiv erweitert wurden. Und nach meinem Besuch in der letzten Woche dort kann ich es nur bestätigen: das dortige „Top Quality Skiing“ (so die alte Werbeaussage für Hochgurgl) hat sich noch einmal erheblich weiter entwickelt.

Ein riesiges Liftangebot, 2 Skigebiete, zwischen denen man in wenigen Minuten wechselt, schnelle Kabinenbahnen und sehr gut präparierte Pisten – so soll Skifahren sein.

Hohe Mut - Obergurgl © Stefan Scherer

Nun haben es Max und ich aber auch hervorragend getroffen – und wurden damit ein bisschen darüber hinweg getröstet, dass sich Maxis Mama und meine Frau Katharina berufsbedingt in Australien aufgehalten hat: nachdem unser eigentliches Wunschziel im Kühtai darauf bestanden hatte, dass ich für meinen siebenjährigen Jungen den vollen Hotelpreis zahlen sollte (mit Verlaub, eine Frechheit!), fanden wir auf Empfehlung des Reisebüros Tico in Elze das Hotel „The Crystal“ in Obergurgl.

The Crystal - Obergurgl © Stefan Scherer

Ich selbst war schon in meiner Jugend des öfteren zum Skifahren „ganz hinten“ im Ötztal – in Sölden, Hoch- und Obergurgl – da mein Vater praktisch sein ganzes Berufsleben bei der „TUI“ war und viele geschäftliche Kontakte nach Tirol und speziell nach Sölden und Obergurgl unterhielt – doch das „The Crystal“ kannte ich nicht.

© Stefan Scherer

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Max und ich waren also einigermassen gespannt, als wir uns am Samstag gegen 04:00 Uhr in Elze aufmachten. Acht recht entspannte Autostunden später (Niedersachsen hatte ja diese erste Ferienwochen ziemlich exklusiv) trafen wir pünktlich um 12:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein im Hotel ein, und dieser Sonnenschein sollte uns bis auf einen Vormittag durch die gesamte Woche begleiten. Das Hotel „The Crystal“ zeigte sich ebenfalls von seiner sonnigsten Seite, und dies tat es während der gesamten Woche: ein exzellentes Vier-Sterne-Superior-Hotel, welches stark von seinem internationalen Publikum profitiert und deswegen weit über dem üblichen Niveau deutscher Vier-Sterne-Hotels angesiedelt ist; der Service sehr professionell-zurückhaltend, das Essen sternewürdig, die Zimmer grosszügig und der „Spa-Bereich“ durchaus beeindruckend. Wir Beiden jedenfalls fühlten uns 1 Woche lang dort ausgesprochen wohl.

Blick aus dem Hotelzimmer - The Crystal - Obergurgl © Stefan Scherer

© Stefan Scherer

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Angenehm war natürlich auch, dass eine direkte Verbindung des Hotels zur Bergbahn besteht – 5 Schritte bis zum Einstieg in die Kabine, die einen direkt nach oben bringt, Abfahrten bis vor die Tür des mehr als grosszügigen Skidepots – ein Gedicht für uns, und eine Wohltat für Paulchen, unseren etwas betagteren Familienhund, der dadurch regelmässig ohne lange Wartezeiten zu seinem Recht kam.

© Stefan Scherer

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Und so gestalteten sich die Tage in durchaus gleichförmiger Heiterkeit – wobei Max die ersten drei Tage die sehr professionelle Skischule in Obergurgl besuchte (trotzdem hat ihm seine Kühti aus dem Kühtai schon gefehlt…) und wir die zweite Hälfte des Urlaubs zu ausgedehnten Abfahrten zu zweit nutzten: nach einem ausgedehnten Spaziergang mit Paul am Morgen bei wohltuender Sicht auf den Sonnenaufgang haben wir die Gemsen direkt vor den Fenstern des Hotelflurs bewundert, sodann ging es zum ausgedehnten Frühstück, danach zum Skifahren. Mittags ein längerer Spaziergang, im Anschluss ein bisschen Pause und dann wieder Skilaufen auf den nun sonnenüberströmten, aber immer noch anständig zu fahrenden Pisten.

© Stefan Scherer

Danach Tea Time in der Hotelhalle (die „bösen“ Gesichter auf dem Photo entsprachen dem kurzfristigen Erschöpfungszustand nach den Abfahrten und der Anspannung beim Anfertigen des „Rund-um-Bildes“, sind also keineswegs typisch für den Urlaub!), Raufen mit meiner Bande im Schnee und anschliessend ein Bad im Aussenpool mit Blick auf die Berge – genau die richtige Vorbereitung auf ein feines Abendessen mit meinem Sohn – für den natürlich das Grösste die tägliche Auswahl an „Eis aus der Vitrine“ war, der aber ansonsten von dem mehr als reichhaltigen und wirklich weit überdurchschnittlichen Angebot Gebrauch gemacht hat. So schön kann Urlaub sein.

© Stefan Scherer

Das Wetter war bis auf Freitag vormittag (den wir entspannt im „Spa“ verbracht haben) so toll, dass wir selbst den Samstag (unseren eigentlichen Abreisetag) noch bis 15:00 Uhr zum Skifahren genutzt haben – nicht zuletzt dank des Hotels, dass uns die kostenfreie Parkgarage noch länger zur Verfügung stellte. Die danach völlig leere Autobahn und die damit einhergehende schnelle Rückfahrt in sieben Stunden machten es dann trotzdem möglich, nicht allzu spät zu Hause einzutreffen.

Insgesamt war dies für mich eine runde, wunderschöne Urlaubswoche mit meinen beiden Zwergen – nur meine Frau hat dabei dringend gefehlt: und so waren Max, Paul und ich sehr, sehr froh, als wir sie heute vor einer Woche (wie schnell die Zeit vergeht) am hannoverschen Hauptbahnhof wohlbehalten wieder in die Arme nehmen konnten.

Mein (nicht gesponsertes, sondern ehrliches) Fazit über die Zeit im „Diamant der Alpen“ und dem Hotel „The Crystal“ in Obergurgl: Sehr empfehlenswert!

Photos: Stefan Scherer