Microsoft „Surface“ gegen Apple „iPad“: Der Angriff auf die Schwachstellen

Posted on 19. Juni 2012

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© olga meier-sander / pixelio.de

Was hält mich bisher ab vom Kauf eines iPads? In erster Linie die fehlenden Möglichkeiten, das Tablet zu erweitern und Peripherie anzuschliessen. Dem Gerät von Apple fehlt ein funktionsfähiger USB-Port und ein Steckplatz für Karten.

Und ich scheine nicht der Einzige zu sein, der diese Dinge bemängelt – und noch ein paar weitere. Es ist nämlich davon auszugehen, dass der Microsoft-Konzern sehr genau untersucht hat, welche Schwachstellen das iPad hat, bevor er heute morgen sein eigenes Tablet vorstellt.

„Surface“ soll es heissen, und es besitzt eine Reihe von Features, die dem iPad schmerzlich fehlen: da ist zunächst einmal der vollwertige USB-Anschluss, der in der praktischen Anwendung dazu führen wird, dass das Gerät wesentlich weniger limitiert sein wird als das iPad. Und da ist weiterhin der Steckplatz für Karten, man benötigt also keinen umständlichen Adapter, um seine Photos auf das Tablet zu bekommen – und man kann zusätzlich noch über diese Funktion den internen Speicher erweitern.

Allerdings sind dies beides Erweiterungen, die in erster Linie gegenüber dem iPad eine Rolle spielen – eine Reihe von Android-Tablets verfügen schon über Sd-Steckülätze und USB-Anschlüsse.

Bleibt also das durchaus durchdachte Cover des „Surface“, welches eine Tastatur enthält, und der eingebaute Ständer: wenn dies praxistauglich ist, würde das „Surface“ einem Notebook deutlich näher kommen als das iPad – und dies ohne grosse Zukäufe aus der Zubehörbereich.

Aber insgesamt stellt Microsoft mit seinem ersten eigenen Tablet sicherlich noch nicht den ultimativen iPad-Killer vor; es bleibt also abzuwarten, wie das Gerät im Allgemeinen und die Software Windows 8 im Besonderen in der Praxis laufen.

Und vielleicht nimmt Apple diesen Angriff auf seine Marktführerschaft ja zum Anlass und überdenkt seine restriktive Produktpolitik – das nächste iPad darf gerne auch einen USB-Anschluss und einen SD-Steckplatz haben… denn das Betriebssystem von Apple würde ich schon gerne nutzen.

Photo: www.pixelio.de