Besuch in der Hauptstadt

Posted on 4. Dezember 2012

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BundesadlerStefan Scherer

Bundesadler
© Stefan Scherer

Auf Einladung der FDP-Fraktionsgeschäftsführerin Frau Dr. Claudia Winterstein war ich Freitag, den 30.11.2012, mit einer Gruppe Rechtsanwälte aus Hannover und Umgebung in der Bundeshauptstadt. Ich werde den Bericht nach und nach ergänzen, und auch noch eine Reihe von weiteren Lichtbildern einstellen, die Ihnen hoffentlich gefallen. Dabei werde ich mich allerdings bzgl. der politischen Gespräche, die wir vor Ort in Bundestag und im Justizministerium geführt haben, ein bisschen kürzer fassen und hauptsächlich auf den touristischen Teil dieser Tagestour eingehen – und ich hoffe, Ihnen damit ein wenig Mut zu machen: sprechen Sie Ihre Bundestagsabgeordneten vor Ort an auf solche Angebote. Berlin ist unsere Hauptstadt, im Reichstag tagt unser Parlament, gehen wir dorthin und sehen, was unsere Volksvertreter dort tun…

Brandenburger Tor © Stefan Scherer

Brandenburger Tor
© Stefan Scherer

ReichstagStefan Scherer

Reichstag
© Stefan Scherer

Bundeskanzleramt © Stefan Scherer

Bundeskanzleramt
© Stefan Scherer

Sony Center am Potsdamer Platz © Stefan Scherer

Sony Center am Potsdamer Platz
© Stefan Scherer

Zu den Photos dann aber doch noch ein bisschen Text, sozusagen mein „Bericht aus Berlin“:

Zunächst einmal die Programmübersicht:

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Eigentlich bin ich ja nun kein Parteigänger der FDP, doch vor kurzem erhielt ich eine Einladung der Frau Dr. Winterstein zu einem Vortrag in Hannover. Aus beruflichen Gründen konnte ich dann kurzfristig dort nicht teilnehmen, doch meine Adresse hatte durch die Rückmeldung wohl Eingag in die dortige Adressdatei gefunden, und so wurde ich nun eingeladen zu einem Besuch in Berlin.

Ich war zwar schon diverse Male in der Bundeshauptstadt, aber zu einer Besichtigung des Reichstages fehlte immer die Zeit. Doch nun, kurz vor dem Beginn des Advents, dachte ich mir, ich sollte mir die Zeit einfach mal nehmen – und so nahm ich das Angebot dieses Tagesausflugs für einen geringen Unkostenbeitrag gerne an.

Der Start war sehr früh am Morgen vom Bahnhof in Hannover. Nach einer kurzweiligen Fahrt unserer Gruppe mit dem ICE nach Berlin-Hauptbahnhof wurden wir dort von einem Mitarbeiter der Frau Dr. Winterstein in Empfang genommen und zum Reichstag gebracht. Schon bei diesem Fussweg fallen einem die Dimensionen vor Ort auf: riesige Freiflächen, ein überdimensioniertes Kanzleramt, dass trutzig dem ehemaligen riesigen Abgeordnetenhaus gegenüber steht – fast wie in Kampfstellung… und dahinter der im Vergleich eher klein und schüchtern wirkende Reichstag. Ein irgendwie eigenartiger Gesamteindruck.

FotoEs IMG_3270war kalt, und leider konnten wir erst mit einiger Verspätung in die Sicherheitsschleuse eintreten, deswegen nutzten eigentlich alle Teilnehmer dieser Besichtigungstour die Chance, sich in dem nahegelegenen Andenkengeschäft aufzuwärmen; auf diesem Wege kam unser Max dann auch zu einem neuen T-Shirt…

Ein paar Minuten später konnten wir uns dann den äusserst umfangreichen Sicherheitskontrollen unterziehen und erhielten unser Eingangskarten, die uns dann erst den Weg in die Reichtstagskuppel und dann den Weg auf die Tribüne des Plenarsaals eröffneten.

Reichstagskuppel© Stefan Scherer

Reichstagskuppel
© Stefan Scherer

Der Besuch der Kuppel ist selbst bei dem äusserst schlechten Wetters wirklich beeindruckend. Diese sowie auch der letztendlich komplett entkernte und neu erstellte Reichtstag selbst haben ein wirklich herausragende Eleganz, ohne dabei protzig zu wirken – ganz im Gegensatz zum Kanzleramt ist dies Gebäude sowohl innen als auch aussen wirklich sehr, sehr gelungen – und der Weg in der Kuppel bis zur Spitze ist wunderschön.

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Benutzen Sie aber in jedem Fall die bereitgestellten Tonbandgeräte, denn die dortigen Erklärungen machen den Weg sowohl hinaus als auch hinunter erst zu einem richtigen Erlebnis.

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Danach hatten wir wirklich grosses Glück – ob allerdings das Geschehen, welches wir dann live im Plenarsaal beobachten durften, auch für Deutschland glücklich enden wird, bleibt noch abzuwarten: wir waren nämlich tatsächlich während der namentlichen Abstimmung über die erneute Griechenland-Hilfe der Bundesrepublik Deutschland im Plenarsaal des Reichstages, was den Vorteil hatte, dass wir tatsächlich nahezu alle Abgeordneten und Minister hautnah zu Gesicht bekamen.

Der Saal selber ist sehr schlicht, sehr funktional und besticht durch das viele Tageslicht, welches nicht zuletzt durch die Kuppel und die riesigen Spiegel nach unten geworfen wird.

Natürlich bekommt man in der knappen Stunde, die man sich auf der Zuschauertribüne befindet, nur einen sehr begrenzten Einblick in das „Treiben“ unserer Volksvertreter während der Sitzungen des Deutschen Bundestages – aber man hat danach eine Vorstellung über den Ablauf, welche – mir jedenfalls, wie ich inzwischen festgestellt habe – das Verfolgen der Bundestagsdebatten durchaus erleichtert: man kennt nun die örtlichen Verhältnisse, die man aufgrund des begrenzten Ausschnitts im TV ansonsten doch nicht so nachvollziehen kann.

Photos selbst sind im Plenarsaal nicht erlaubt, aber durch die grossen Glasscheiben des Foyers liess sich schon mal das eine oder andere Bild fertigen:

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Nach unserem Besuch im Plenarsaal stand dann ein etwa einstündiges Treffen mit Frau Dr. Winterstein und ihrem Kollegen Marco Buschmann an, in dem die beiden Bundestagsabgeordneten nicht nur über ihren Arbeitsalltag im deutschen Bundestag berichteten, sondern auch Fragen der Teilnehmer ausdauernd und umfangreich beantworteten.

Inzwischen hatte auch das Wetter ein Einsehen mit uns, die Sonne schaute ein wenig heraus, und so konnte ich beim Verlassen des Reichtstages noch ein paar schöne Aufnahmen machen:

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Insgesamt war das ein äusserst ereignisreicher, aber auch anstrengender Vormittag, und so waren wir alle froh, dass es jetzt zum Essen in das „Restaurant“ des direkt neben dem Reichstag liegenden Abgeordnetenhaus ging.

Nach einer erneuten recht aufwändigen Sicherheitskontrolle betraten wir dieses riesige Gebäude, gingen durch das lange Hauptfoyer hindurch und erreichten die direkt an der Spree liegenden Räume, in denen sich das „Restaurant“ befindet, welches in seiner Qualität doch eher einer durchschnittlichen Studentenmensa entspricht – aber immerhin, Hunger und Durst wurden bei (fast) allen Teilnehmern gestillt…

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Jedenfalls waren wir nun frisch gestärkt, um uns per Taxi auf den Weg ins Justizministerium zu machen, um dort zum einen den Vortrag eines Staatsanwaltes zum Thema der Einführung der elektronischen Akte in der Strafjustiz zu lauschen und zum anderen dieses äusserst interessante und mit einer bewegenden Geschichte versehene Gebäudeensemble zu besichtigen. Allerdings habe ich dort auf das Photographieren verzichtet, und deswegen belasse ich es insoweit bei diesen wenigen Worten.

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Die danach vorgesehene Zeit zur freien Verfügung habe ich dazu benutzt, vom Justizministerium vorbei am französischen Dom und dem Bundesratsgebäude zum Potsdamer Platz zu laufen. Dort habe ich mir die schon installierte Weihnachtsbeleuchtung angesehen und die Ausstellung der überlebensgrossen Figuren aus Lego.

… wird fortgesetzt …