Hannover 96: Mit einem schwarz-weiss-grünen Auge davon gekommen…

Posted on 10. Dezember 2012

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© Stefan Scherer

© Stefan Scherer

Es gibt Tage, da freut man sich gar nicht so richtig über einen Sieg der geliebten Mannschaft, sonder da ist man eigentlich nur erleichtert; gestern war ein solcher Tag, nachdem Hannover 96 gegen Leverkusen 3:2 gewonnen hatte. Richtig rumpeln konnte man die vielen Steine hören, die den Anhängern von Hannover 96 nach dem Schlusspfiff ohne das inzwischen obligatorische Gegentor in letzter Minute von der Seele fielen, als endlich 3 weitere Punkte für die alte Messestadt auf dem Konto eingefahren waren.

Tatsächlich sind die Roten mit diesem Sieg knapp einer äusserst tristen Weihnachtszeit entgangen, denn wenn man sich mal die Tabelle und die restlichen Spiele vor dem gestrigen Abend ansieht: hätte Hannover 96 dieses Spiel verloren – und Vieles sprach dafür, insbesondere nach dem schnellen 0:1 nach 2 Minuten -, dann wäre man mit ziemlich langen Ohren nach Düsseldorf gefahren, wo man auch nicht automatisch gewinnt. So war es durchaus realistisch, dass 96  dann zur Winterpause einen sehr unglücklichen 15. Tabellenplatz „erobert“ hätte… auch wenn es niemand im Umfeld des  Vereins so richtig wahrhaben wollte, es war schon ein bisschen ein Schicksalsspiel gestern…

Nun ist die Welt heute aber wieder deutlich schwarz-weiss-grüner als in der letzten Woche: ein 10. Platz in der Tabelle, wieder Abstand nach hinten und eine durchaus hohe Motivation, auch am Rhein etwas zu holen und so weit weg von den Abstiegs- und Relegationsplätzen, dafür aber nah an der Europa-League-Qualifikation zu überwintern. Also, eigentlich sind Punkte in Düsseldorf Pflicht – und die Kür ist dann das Pokalspiel bei den Biene Majas in Dortmund.

Und allen Fans des kleinen HHSV – insbesondere diesen unsäglichen Moderatoren des hamburger Haussenders NDR, die ähnlich schlecht zu ertragen sind wie der erklärte Fan der Mannschaft aus der verbotenen Stadt, der in penetranter Art und Weise jedes Heimspiel der Roten bei Sky kommentieren darf: im Gegensatz zum kleinen HHSV mit 17 Pflichtspielen in der bisherigen Saison durften die Roten schon 28 Spiele in der bisherigen Saison absolvieren – absoluter Ligahöchstwert! Und dafür ist die Punktausbeute dann doch aller Ehren wert. Gönnen wir also dem kleinen HHSV den Glanz, nach vielen Jahren mal wieder für ein paar Spieltage die beste Mannschaft aus dem Norden zu sein – und geniessen den Platz im gesicherten Mittelfeld mit Ambitionen nach oben, den die Roten Riesen wieder erreicht haben.

Deswegen: Auf, Ihr Roten, Kämpfen und Siegen!

Photo: Stefan Scherer

PS: Max und ich haben übrigens gestern auch 2 Stunden Fussball gespielt – ein durchaus intensives Match über 2 Stunden seiner Mannschaft mit Verstärkung durch Trainer und Väter in der Fussballhalle in Hildesheim! Hat richtig Spass gemacht, könnten wir durchaus öfter machen…