Predigt am 26.3.2017 zu Josua 5, 13-15: Posaunen, Engel und Martin Luther

Posted on 27. März 2017

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© Markus Oberndörfer / pixelio.de

Zum Tag der Posaunenchöre habe ich gestern folgenden Gottesdienst gefeiert, dessen Predigt im Original stammt von Roland Herrig, Tourismuspfarrer der EKD. Er ist in der Evangelischen Kirche deutscher Sprache in der Provinz Santa Cruz de Tenerife (ev-kirche-teneriffa.es) tätig.

http://inselpfarrer.blogspot.de/2013/09/predigt-am-29-september-2013-tag-des.html

Neben der Begleitung durch den Posaunenchor waren Besonderheiten im Gottesdienst das Evangelium in leichter Sprache, welches von Vorkonfirmanden vorgetragen wurde (und bei den zahlreichen Gottesdienstbesuchern sehr, sehr gut ankam) und eine recht umfangreiche Auseinandersetzung mit dem Tod und seinen Folgen in den Fürbitten, die dem Umstand geschuldet waren, dass 2 der 4 Abkündigungen zum Totengedenken sehr dramatische und plötzliche Todesfälle umfasste:

Musik zum Eingang

Begrüssung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen – Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

Wochenspruch Johannes 12,24: Ich versichere euch: Das Weizenkorn muss in die Erde fallen und sterben, sonst bleibt es allein. Aber wenn es stirbt, bringt es viel Frucht.

Lied:EG 268, 1-5 Strahlen brechen viele aus dem Licht

Psalm: EG 734 Lasst uns beten den Psalm 84

Ehre sei dem Vater (Gloria patri) Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Lasst uns beten mit den Worten Martin Luthers:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast.

Kyrie Eleison

Ich bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle.

Christe Eleison

Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Kyrie Eleison

Amen

Die alttestamentarische Lesung, die zugleich der Predigttext ist, steht für den heutigen Sonntag bei: Josua 5, 13-15

Und es begab sich, als Josua bei Jericho war, dass er seine Augen aufhob und gewahr wurde, dass ein Mann ihm gegenüberstand und ein bloßes Schwert in seiner Hand hatte. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unsern Feinden? Er sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des HERRN und bin jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach zu ihm: Was sagt mein Herr seinem Knecht? Und der Fürst über das Heer des HERRN sprach zu Josua: Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn die Stätte, darauf du stehst, ist heilig. Und so tat Josua.

Gesang: EG 243, 1+2+6 Lob Gott getrost mit Singen

Das Evangelium steht bei Johannes 12, 20-33 – sie hören es in leichter Sprache:

Einmal erzählte Jesus vom Weizen-Korn.

Jesus sagte:

Das Weizen-Korn wird in die Erde gesät.

In der Erde verändert sich das Weizen-Korn.

Das Weizen-Korn stirbt.

Das hört sich traurig an.

Trotzdem ist es gut, dass das Weizen-Korn stirbt.

Weil aus dem gestorbenen Weizen-Korn ein grünes Blatt heraus wächst.

Das grüne Blatt wird zu einem neuen Halm.

Aus dem neuen Halm wachsen viele neue Körner.

Die vielen neuen Körner brauchen wir zum Essen.

Jesus sagte:

Ihr möchtet ein gutes Leben haben.

Ein gutes Leben ist wie ein Weizen-Korn.

Das Leben verändert sich.

Das Leben ist schwer.

Oder krank.

Oder traurig.

Aber bleibt froh.

Behaltet den Mut.

Dann wird das ganze Leben gut.

Wie ein gutes Weizen-Korn mit vielen neuen Körnern.

Jesus sagte:

Bei mir ist das auch so.

Ich sterbe wie ein Weizen-Korn.

Jesus wurde traurig.

Jesus dachte daran, dass er am Kreuz sterben muss.

Jesus bekam Angst.

Jesus wollte am liebsten weglaufen.

Aber dann betete Jesus:

Gott, Du bist mein Vater.

Ich verlasse mich auf Dich.

Auch wenn ich sterben muss.

Du schenkst mir neues Leben.

Auf Dich kann ich mich immer verlassen.

Dann wird alles herrlich sein.

Und alle Menschen sehen, dass Gott gut ist.

Und dass Gott das Herz froh macht.

Auf einmal hörten die Leute, die bei Jesus waren, eine Stimme.

Die Stimme sagte:

Ja. Ich bin jetzt bei dir.

Ich bin immer bei dir.

Die Leute wunderten sich über die Stimme.

Einige Leute sagten:

Vielleicht war das keine Stimme.

Vielleicht hat es gedonnert.

Jesus sagte:

Nein.

Es hat nicht gedonnert.

Das war der Vater im Himmel.

Der Vater im Himmel hat gesagt, dass er immer da ist.

Und dass niemand Angst haben muss.

Und dass ihr alle bei Gott eingeladen seid.

Und dass Ihr alle zu Gott kommen dürft.

Amen

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Amen.

Lied :EG 398 In Dir ist Freude

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Sie kennen sicher alle die Geschichte von Josua und den Mauern von Jericho. Die Israeliten sollten sieben Tage hintereinander um die Stadt ziehen und dabei die Posaunen blasen und am siebenten Tag sollten sie sieben Mal um die Stadt ziehen, und als sie das taten, da fiel die Stadtmauer um.

Eine sagenhafte Geschichte!

Schon als Kind habe ich mir immer die Frage gestellt, was hat die Mauern von Jericho nun eigentlich zum Einsturz gebracht?

Damals glaubte ich, Bläser hätten einfach so kräftig in die Posaunen geblasen, dass die Mauern davon erzittert und zusammengefallen wären.

Wenn man es aber nachliest, dann waren es allerdings nur sieben Priester mit ihren Posaunen, also eher ein kleines Blechbläserensemble …

Und von Blech konnte ja auch keine Rede sein, es waren Kuh- und Widderhörner, und mit den gepflegten Klängen unseres Posaunenchores hatte das sicherlich nur wenig zu tun. Also die Schallwellen können es nicht gewesen sein, die die Mauern zum Einstürzen gebracht haben, und das Kriegsgeschrei des Volkes, das dazukam, wahrscheinlich auch nicht.

Als ich älter wurde, glaubte ich, dass es an dem Ritual lag. Wie bei einem Zauber, wo alles genau stimmen muss, hielten sich die Israeliten an die Anweisungen Josuas: genau sieben Mal und beim siebenten Mal siebenmal um die Stadt ziehen. Etwas aufwändig, aber wirksam! – Ein Zauber in dem Sinne wirkt wie ein geheimes Naturgesetz: Wenn ich A tue, dann geschieht genau B; nur warum, weiß keiner so genau. Das ist das Prinzip Hogwarts … die Jüngeren und die Buch- und Filmnarren unter uns wissen schon: Harry Potter und so…

Aber ehrlich, das kann es eigentlich auch nicht sein in der Bibel. Biblische Wunder sind ja keine Zauberei und kein Hokuspokus. Da gibt es kein Funktionsprinzip. Wir könnten heute ganz genau so mit Widderhörnern und Kriegsgeschrei um eine Stadt ziehen, da würde sich kein Krümelchen von einer Mauer lösen. – Wir könnten ja auch genau wie Jesus einem Blinden Speichel auf die Augen streichen, er würde auch nicht sehend werden. Denn Gottes Wunder sind keine Zauberei, die funktioniert, wenn man nur die Regeln genau befolgt.

Wenn es keine Zauberei war, so dachte ich später, dann war es wohl der Gehorsam: In diesem Augenblick, in dieser Situation genau das tun, was Gott erwartete, auch wenn es verrückt klang: Posaunen blasen, um eine Stadt zu erobern. Gott gehorsam sein, dann geschehen auch Wunder!

Aber so richtig einleuchten wollte mir das auch nicht, denn eigentlich ist es ja nichtderb Gehorsam, sondern der Glaube. Der Gehorsam sagt: Ich tue, was Gott mir sagt, und dann tut Gott auch, was er versprochen hat. Der Glaube sagt: Gott tut, was er versprochen hat, darum tue ich, was er mir sagt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Der Glaube versetzt Berge, nicht der Gehorsam.

Also der Glaube, oder? Aber halt, es ist auch nicht mein Glaube, der Berge versetzt oder Bäume ausreißt – oder Mauern zum Einstürzen bringt. Tatsächlich sind es Gottes unsichtbare Mächte, die das Entscheidende tun.

Und manchmal, in seltenen Augenblicken, dürfen Menschen hinter die Kulissen schauen und etwas wahrnehmen von Gottes eigentlich unsichtbaren Mächten.

Und so kommen wir zu der Geschichte hinter der Geschichte von Josua und den Mauern von Jericho – oder besser gesagt, der Vorgeschichte, unserem Predigttext:

„Es begab sich, als Josua bei Jericho war, dass er seine Augen aufhob und gewahr wurde, dass ein Mann ihm gegenüberstand und ein bloßes Schwert in seiner Hand hatte. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: „Gehörst du zu uns oder zu unsern Feinden?“ Da sprach er: „Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer des Herrn und bin jetzt gekommen.“ Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach zu ihm: „Was sagt mein Herr seinem Knecht?“ Und der Fürst über das Heer des Herrn sprach zu Josua: „Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn die Stätte, darauf du stehst, ist heilig.“

Josua 5, 13-15

Worte der Heiligen Schrift! Amen!

Ja, die Geschichte von Josua und den Mauern von Jericho, die kennt ihr alle. Aber diese kleine Vorgeschichte wahrscheinlich nicht. Oder ihr habt sie vielleicht überlesen, wie sie so viele überlesen. Doch dabei ist genau sie der Schlüssel, um das große Wunder zu verstehen:

Das Heer des Herrn, die legendären himmlischen Heerscharen haben hier ganze Arbeit geleistet. Und zuvor ist der himmlische Heerführer dem irdischen Heerführer Josua erschienen. Und hat es ihm deutlich gemacht: Hier geht es nicht um die Eroberung einer Stadt mit menschlicher Militärmacht, hier kämpfen himmlische Mächte für Gottes Sache und für Gottes Volk. Auf der sichtbaren Ebene haben die Israeliten ein bisschen Militärmusik gemacht, vielleicht auch eher – es waren ja die Priester – alttestamentlichen Lobpreis. Auf der unsichtbaren Ebene aber haben Gottes Engelsheere gekämpft und gesiegt.

Liebe Schwestern und Brüder, der Fürst über das Heer des Herrn heißt an späteren Stellen der Bibel Michael. Michael ist ein Engel. Und über Engel wissen wir relativ wenig – einerseits. Doch sind die Engel sehr populär – andererseits. Insbesondere Schutzengel und unsichtbare Boten aus dem Jenseits haben es vielen Menschen angetan.

Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen (Psalm 91,101) – Seit Jahren ist das einer der beliebtesten Taufsprüche. Der kleine noch so schutzlose Mensch möge von den unsichtbaren Schutzengeln behütet sein. Das wünschen sich alle Eltern.

Und ich glaube wirklich fest daran, dass es Mächte und Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die uns beschützen und bewahren können. Und ich befürchte, es gibt auch die anderen, die uns bedrohen und gefährden können.

Oft, meistens nehmen wir nichts wahr von den Engeln. Manchmal gibt es diese Augenblicke, wo wir uns behütet und bewahrt wissen: Da wo es gerade noch gut gegangen ist. Da hatte ich einen Schutzengel, oder da hatte mein Schutzengel viel zu tun – so sagen wir dann.

Meistens sind wir behütet und bewahrt und merken gar nicht, dass wir gefährdet waren: Da hatte mein Schutzengel vielleicht sogar noch mehr zu tun. Aber das wissen wir alles nicht so genau.

Manchmal aber, da versagt er, unser Schutzengel, und dann bleibt uns und denjenigen, die uns nahe sind, nur die Hoffnung auf Gott und seinen weisen Plan, den wir Menschen nicht durchschauen können.

Aber in seltenen Augenblicken dürfen Menschen etwas wahrnehmen von Gottes unsichtbaren Engelsmächten. Josua ist der Engelfürst erschienen, und er hat es gar nicht gleich gemerkt. „Freund oder Feind?“, hat er gefragt – es war ja Krieg – und der Unbekannte sagt „Nein“ – Nein auf eine Entweder-Oder-Frage. Denn bei Gott gibt es nicht nur Entweder-Oder, sondern noch etwas ganz Anderes: Möglichkeiten, die für Menschen jenseits aller Möglichkeiten liegen.

Zum Beispiel, dass Mauern einfach umfallen, weil Engel in der unsichtbaren Welt kämpfen.

Irgendwie naiv, diese Vorstellung, sagen sie jetzt?

Die Älteren von uns seien an eine Geschichte erinnert, die sie selbst erlebt haben – und den Jüngeren sei bestätigt, sie ist wahr: im Jahre 1989 in der DDR, da ist den Menschen diese alte Geschichte von Josua und den Mauern von Jericho wieder eingefallen. Denn siebenmal ist das Volk um die Stadt gezogen, dachten sie – und dann ist das Volk in Leipzig tatsächlich siebenmal um den Stadtring von Leipzig gezogen – in sieben riesigen Montagsdemonstrationen, und dann ist die Mauer gefallen (zwar nicht in Leipzig, aber in Berlin): Für jeden, der die Zeit erlebt hat, war das ein Wunder, ein Wunder, das keiner erwartet hat. Ein Wunder auch, weil in dieser extrem gefährlichen Situation alles friedlich und fröhlich abgelaufen ist. Und warum soll man da nicht auf die Idee kommen, dass auch da Gottes Engelsheere mächtig im Einsatz waren?

Ich weiss, viele Menschen, auch  Christen, glauben nicht an Engel: Sie vertrauen auf ihre eigenen Kräfte, auf das, was sie sehen, messen und berechnen können. Sie sagen: Wir müssen selber etwas tun: Berge versetzen, Mauern niederreißen. Aber sie vergessen, was Luther einst gedichtet hat: Mit unsrer Kraft ist nichts getan, wir sind gar bald verloren…

Und so glauben eben auch viele Menschen, auch Nichtchristen, an Engel: an gute Mächte, die uns treu und still umgeben, die uns wunderbar hüten und trösten, die uns zur Seite stehen. Sie kennen diese Zeilen. Sie wurden in grösster Bedrängnis geschrieben wurden und leuchten uns doch bis heute, begleiten uns durch viele Not, sie bewegen uns und befreien uns vom Schmerz.

Aber manche vergessen, dass es nicht einfach irgendwelche guten Mächte sind, sondern Gottes gute Mächte, Gottes Boten. Und sie handeln nicht nach unseren Wünschen, sondern nach Gottes Willen, damit sein Wille geschehe: im Himmel und auf Erden. Auch die Schutzengel, wenn auch wir manchmal in bitterste Stunde den göttlichen Plan dahinter nicht verstehen.

Denn der Name des Engelsfürsten Michael hat im Hebräischen eine tiefe Bedeutung: Mi ka El – Wer ist wie Gott? – Das ist eine rhetorische Frage. Niemand. Auch kein Engel. Die Engel handeln ausschließlich in Gottes Auftrag und zu Gottes Ehre. Darum: Wo Engel sind, da haben wir es mit Gott zu tun. Und wo Gott es mit den Menschen zu tun haben will, da schickt er häufig seine Engel.

Martin Luther wusste das, und so hat er uns seinen bekannten Morgen- und Abendsegen hinterlassen, der beide Male so endet: Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.

Ja, Gottes heiliger Engel sei mit uns allen, dass der böse Feind keine Macht an uns finde.

Amen!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen

Lied: EG 262, 1+5-7 Sonne der Gerechtigkeit

Abkündigungen

Lied: EG 331 1-2 + 10-11

Gebet zum Dankopfer: Gepriesen seist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt.

Dein ist alles, was wir sind und haben.

Nimm diese Zeichen unseres Dankes an zu deiner Ehre

und segne sie zum Dienst der Liebe. Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Gemeinde: Amen.

Totengedenken

Fürbittengebet

Herr, Verstorbene haben nicht immer von ihrem nahenden Tod gewusst und konnten sich auf ihren Tod vorbereiten, sie konnten ihr Leben nicht mehr bewußt abschließen und dir Herr, in die Hände legen. Wir wissen nicht, ob ihr Herz bereit war. Wir wissen aber, dass auch ihre Angehörigen nicht vorbereitet waren und Zeit brauchen werden, um dieses Schicksal annehmen zu können.

Wir beten für die Verstorbenen ….., gib ihnen ein neues Zuhause in deiner Ewigkeit und schenke ihnen Geborgenheit und ewigen Frieden. Hebe sie aus der Dunkelheit des Todes heraus in dein liebendes Licht und lass sie in deiner Hand geborgen sein.

So lasst uns bitten:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Wir beten für die Menschen, die um die Verstorbenen trauern und deren Herz schwer ist. Stehe ihnen bei, damit sie nicht im Dunkel der Trauer versinken und erfülle sie mit der Gewissheit, dass es kein Abschied für immer war, sondern dass sie sie im Himmel wiedersehen werden.

Hilf ihnen loszulassen, was sie nicht halten können; Schenke ihnen die Gewissheit, dass das Leben hier wie dort in deiner Hand geborgen ist und gib ihnen die Kraft, ihren Weg weiter zu gehen, indem sie neu aufatmen und neue Hoffnung schöpfen.

So lasst uns bitten:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Lass uns alle bewusster leben in dem Wissen, jeder Tag unseres Lebens kann unser letzter sein.

Lass uns darauf vertrauen, dass nichts von dem Schweren, das wir in dieser Welt durchleiden, vergebens ist.

Lass uns im Glauben an deine Auferstehung den Tod als Durchbruch und nicht als Zusammenbruch sehen. So lasst uns bitten:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

Lass uns bitten um ein waches Gewissen, um Vergebung unserer Schuld und ein offenes, ruhiges Herz; und auch um Verständnis für unsere Mitmenschen, um Hilfsbereitschaft und um Mut, die Wahrheit zu sagen, lasst uns bitten:

Um die Fähigkeit, allen Menschen so zu begegnen, dass sie auch durch uns Gottes Liebe erfahren, lasst uns bitten:

Gemeinde: Herr …

Lass uns bitten für unsere Kirche, für die ganze Christenheit, dass sie über alles Trennende hinweg eins werde im Glauben und im Tun; für unser Volk und alle Völker der Welt, dass sich Gerechtigkeit durchsetze und Friede werde, wo Krieg ist.

Und für die Menschen in Not und Bedrängnis, für die Hungernden und Flüchtenden, dass ihnen geholfen werde, lasst uns bitten:

Gemeinde: Herr …

Vaterunser

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Segen

Und nun danke ich

unserem himmlischen Vater,

durch Jesus Christus,

seinen lieben Sohn,

dass er uns alle Tage

gnädig behütet,

Und ich bitte ihn,

er wolle uns vergeben

alle unsere Sünden,

wo wir Unrecht getan haben.

Denn ich befehle uns,

unseren Leib und Seele und alles

in seine Hände.

Sein heiliger Engel sei mit uns,

dass der böse Feind

keine Macht an uns finde.

Und so segne uns

der Vater durch den Sohn im Heiligen Geist.

Amen

Musik zum Ausgang

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